Ratgeber

Die Fragen, die vor jedem Auftrag kommen.

Was kostet das, wie oft ist das nötig, was gehört überhaupt dazu. Hier stehen die Antworten so, wie wir sie auch am Telefon geben — zuerst kurz, darunter die Begründung.

Hausmeisterservice und Objektbetreuung

Die Fragen, die Hausverwaltungen, Eigentümergemeinschaften und Vermieter vor einer Zusammenarbeit stellen.

Was kostet ein Hausmeisterservice für ein Mehrfamilienhaus?

Kurz gesagt

Der Preis hängt an drei Größen: wie viele Einheiten das Objekt hat, welche Leistungen dazugehören und in welchem Turnus sie anfallen. Ein belastbarer Betrag entsteht erst, wenn jemand das Objekt gesehen hat — pauschale Quadratmeterpreise führen in die Irre.

Zwei Häuser mit derselben Wohnfläche können sich im Aufwand deutlich unterscheiden. Ein Objekt mit Innenhof, Tiefgarage und großer Grünfläche verursacht jede Woche Arbeit, die in einem Haus ohne Außenanlage schlicht nicht anfällt. Deshalb sagt die Quadratmeterzahl allein wenig aus.

Diese Punkte bestimmen den Aufwand:

  • Größe des Objekts — Anzahl der Einheiten, Geschosse, Aufzug
  • Umfang der Leistungen — nur Reinigung der Gemeinschaftsflächen oder auch Außenanlagen, Kontrollgänge und Kleinreparaturen
  • Turnus — wöchentlich, vierzehntägig oder saisonal unterschiedlich
  • Beschaffenheit — Grünanteil, Stellplätze, Innenhof, Müllstandort
  • Zustand bei Übernahme — ein vernachlässigtes Objekt braucht am Anfang mehr

Üblich sind zwei Modelle: eine monatliche Pauschale für die laufende Betreuung, oder ein Festpreis je Einzelauftrag. Die Pauschale lohnt sich, sobald regelmäßig etwas anfällt — sie macht die Kosten planbar und ist für die Betriebskostenabrechnung leichter zu handhaben.

Ein Angebot, das ohne Blick auf das Objekt zustande kommt, ist entweder großzügig aufgerundet oder es wird später nachgefordert. Beides merkt man erst, wenn es zu spät ist.

Wie oft muss ein Treppenhaus gereinigt werden?

Kurz gesagt

Eine gesetzliche Vorgabe gibt es nicht. Entscheidend ist, wie stark das Treppenhaus genutzt wird: In einem Mehrfamilienhaus mit Durchgangsverkehr sieht man den Unterschied nach wenigen Tagen, in einem ruhigen Haus nach ein bis zwei Wochen.

Der Turnus wird zwischen Eigentümer beziehungsweise Verwaltung und Dienstleister vereinbart und sollte schriftlich festgehalten sein — im Betreuungsvertrag und, wenn die Mieter die Reinigung selbst übernehmen, in der Hausordnung.

Worauf es tatsächlich ankommt:

  • Anzahl der Bewohner und wie viele Wege täglich durchs Haus führen
  • Lage des Eingangs — geht die Tür direkt zur Straße, kommt mehr Schmutz herein
  • Bodenbelag — glatte Fliesen zeigen jeden Schuhabdruck, strukturierter Belag verzeiht mehr
  • Jahreszeit — Herbst und Winter verdoppeln den Aufwand praktisch
  • Fahrräder, Kinderwagen, Haustiere im Haus

In der Praxis läuft es bei Mehrfamilienhäusern meist auf einen wöchentlichen Turnus hinaus, ergänzt um eine gründlichere Reinigung in größeren Abständen. Kleinere Objekte kommen mit längeren Abständen aus, brauchen im Winter aber trotzdem mehr.

Ein Punkt wird dabei oft unterschätzt: Beschwerden von Mietern kommen selten über die Technik und fast immer über die Gemeinschaftsflächen. Das Treppenhaus ist außerdem das Erste, was ein Interessent bei einer Besichtigung sieht — noch vor der Wohnung.

Was gehört alles zu einem Hausmeisterservice?

Kurz gesagt

Alles, was regelmäßig anfällt, damit ein Objekt läuft: Kontrollgänge, saubere Gemeinschaftsflächen, Müllmanagement, Außenanlagen und kleine Reparaturen. Einen gesetzlich festgelegten Katalog gibt es nicht — was dazugehört, wird im Vertrag bestimmt.

Üblicherweise fällt der Umfang in vier Bereiche:

  • Kontrolle — regelmäßige Gänge durch Haus, Keller und Außenbereich, Blick auf Beleuchtung, Türen und Gemeinschaftseinrichtungen
  • Sauberkeit — Treppenhaus, Flure, Kellergänge, Aufzugskabine, Eingangsbereich
  • Außen — Grünflächen, Hecken, Wege, Stellplätze, Laub
  • Kleinreparaturen — klemmende Türen, defekte Leuchtmittel, lose Handläufe

Nicht dazu gehören Arbeiten, die in die Hand eines Fachbetriebs mit entsprechender Zulassung gehören — Eingriffe an Elektrik, Heizung oder Gasleitungen etwa. Ebenso wenig Sanierungen und die Verwaltung selbst, also Abrechnungen, Mietersprechstunden oder Wohnungsübergaben.

Diese Abgrenzung ist nicht nur eine Frage der Zuständigkeit. Sie entscheidet auch darüber, welcher Teil der Kosten am Ende umlagefähig ist.

Ein Leistungsverzeichnis mit klarem Turnus verhindert genau die Diskussionen, die sonst nach dem dritten Monat anfangen.

Sind Hausmeisterkosten auf die Mieter umlagefähig?

Kurz gesagt

Ja, aber nicht vollständig. Umlagefähig sind die laufenden Betriebskosten nach § 2 Nr. 14 Betriebskostenverordnung. Anteile für Instandhaltung, Reparaturen und Verwaltung müssen herausgerechnet werden — geschieht das nicht nachvollziehbar, kann die gesamte Position aus der Abrechnung fallen.

Umlagefähig sind die wiederkehrenden Tätigkeiten: Reinigung der Gemeinschaftsflächen, Pflege der Außenanlagen, Müllmanagement, Winterdienst, Kontrolle der haustechnischen Anlagen.

Nicht umlagefähig sind dagegen:

  • Instandhaltung und Instandsetzung — jede Reparatur, auch die kleine
  • Erneuerung und Schönheitsreparaturen
  • Verwaltungstätigkeiten — Abrechnungen, Wohnungsübergaben, Mietersprechstunden
  • Anschaffung von Geräten und Material

Im Streitfall liegt die Beweislast beim Vermieter. Er muss darlegen können, welcher Anteil der Rechnung auf welche Tätigkeit entfällt. Eine Pauschale ohne jede Aufschlüsselung ist deshalb angreifbar.

Daraus folgt eine praktische Empfehlung: laufende Betreuung und einzelne Reparaturen von Anfang an getrennt erfassen. Wer beides in eine Position wirft, spart sich einmal Arbeit und handelt sich bei der nächsten Abrechnung Rückfragen ein.

Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Im Einzelfall entscheidet der Mietvertrag mit.

Welche Leistungen bei Ihrem Objekt in welche Kategorie fallen, lässt sich im Erstgespräch in wenigen Minuten klären.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Hausmeisterservices achten?

Kurz gesagt

An drei Punkten entscheidet sich, ob die Zusammenarbeit trägt: Wer kommt tatsächlich ins Objekt, wie verlässlich sind die vereinbarten Termine, und was passiert, wenn außer der Reihe etwas ist.

Der Preis steht in fast jedem Angebot, die entscheidenden Dinge oft nicht. Diese Fragen lohnen sich vor der Zusage:

  • Kommt immer dieselbe Person, oder wechseln die Kräfte? Wer das Objekt kennt, sieht Dinge, die in keinem Leistungsverzeichnis stehen.
  • Steht der Turnus schriftlich, mit konkreten Leistungen — oder nur „nach Bedarf“?
  • Wer ist erreichbar, wenn im Objekt etwas ist, und wie schnell kommt eine Rückmeldung?
  • Besteht eine Betriebshaftpflicht, und ist sie belegbar?
  • Wird die Rechnung so aufgestellt, dass sich umlagefähige und nicht umlagefähige Anteile trennen lassen?
  • Wurde das Objekt vor dem Angebot angesehen?

Der letzte Punkt ist der aussagekräftigste. Ein Dienstleister, der ohne Besichtigung einen Preis nennt, hat entweder aufgeschlagen oder wird nachfordern. In beiden Fällen war das Angebot nie das, was es zu sein vorgab.

Umzüge

Was den Preis und die Dauer eines Umzugs tatsächlich bestimmt — und was nicht.

Was kostet ein Umzug?

Kurz gesagt

Der Preis ergibt sich aus der Menge, der Entfernung und dem Aufwand vor Ort. Zwei gleich große Wohnungen können sich deutlich unterscheiden — entscheidend ist, was tatsächlich getragen werden muss und unter welchen Bedingungen.

Diese Punkte bestimmen den Aufwand:

  • Umfang — wie viel Hausrat tatsächlich mitgeht, nicht wie viele Quadratmeter die Wohnung hat
  • Stockwerk und Aufzug — auf beiden Seiten; ein vierter Stock ohne Aufzug ist der größte einzelne Posten
  • Trageweg und Halteverbot — wie weit ist es von der Tür bis zum Fahrzeug, kann davor gehalten werden
  • Entfernung zwischen alter und neuer Adresse
  • Zusatzleistungen — Packen, Möbelmontage, Küchenanschluss, Entsorgung, Einlagerung
  • Termin — Monatsende und Samstage sind überall stärker gefragt

Wer flexibel ist, hat den größten Hebel beim Termin: Mitte des Monats und unter der Woche ist deutlich mehr möglich als am letzten Samstag im Monat.

Ein Festpreis ist erst seriös, wenn vorher jemand geschaut hat — vor Ort oder anhand von Fotos. Beides geht schnell und kostet nichts.

Wie lange dauert ein Umzug?

Kurz gesagt

Eine gewöhnliche Wohnung ist in der Regel an einem Tag erledigt. Was die Dauer wirklich bestimmt, ist selten die Wohnungsgröße — es ist der Weg zwischen Wohnung und Fahrzeug.

Vier Dinge verschieben den Zeitplan spürbar:

  • Stockwerk und Aufzug — jede Etage ohne Aufzug kostet auf beiden Seiten Zeit
  • Parkmöglichkeit — ein eingerichtetes Halteverbot vor der Tür spart mehr, als es kostet
  • Vorbereitung — sind die Kartons gepackt und beschriftet, wenn das Fahrzeug kommt
  • Möbelmontage — Schrankwände und Küchen brauchen ihre eigene Zeit

Der Punkt mit der größten Wirkung ist die Vorbereitung. Wenn beim Eintreffen noch gepackt wird, verschiebt sich alles Weitere — und Arbeitszeit ist bei jedem Umzug der größte Posten.

Entrümpelung und Haushaltsauflösung

Wonach sich der Aufwand richtet, wenn Räume leer werden müssen.

Was kostet eine Entrümpelung?

Kurz gesagt

Entscheidend ist die Menge, die tatsächlich herausgetragen und entsorgt werden muss — und wie gut man herankommt. Die Quadratmeterzahl sagt darüber wenig aus: Ein vollgestellter Keller kann aufwendiger sein als eine halbleere Wohnung.

Der Aufwand hängt an diesen Punkten:

  • Füllgrad — wie viel steht tatsächlich drin, bis zu welcher Höhe
  • Zugang — Stockwerk, Aufzug, Trageweg, Stellplatz für das Fahrzeug
  • Art des Materials — Möbel und Hausrat gehen andere Wege als Elektrogeräte oder Bauschutt
  • Verwertbares — was noch brauchbar ist, verringert die Entsorgungsmenge
  • Übergabezustand — besenrein oder nur geräumt
  • Zeitrahmen — muss es bis zu einem festen Termin fertig sein

Genau deshalb ist die Besichtigung bei Entrümpelungen wichtiger als bei jeder anderen Leistung: Was am Telefon nach „ein paar Sachen im Keller“ klingt, sind manchmal zwei volle Fahrzeuge — und manchmal wirklich nur ein Nachmittag.

Die Einschätzung ist kostenlos, vor Ort oder anhand von Fotos. Danach steht der Preis fest, auch wenn es länger dauert als gedacht.

Außenanlagen und Flächenreinigung

Wann sich eine Reinigung lohnt und wann sie über die Optik hinausgeht.

Wie oft sollte man Einfahrten und Pflasterflächen reinigen lassen?

Kurz gesagt

Für die meisten Flächen reicht einmal im Jahr, am sinnvollsten im Frühjahr. Wichtiger als der Turnus ist der Zeitpunkt: Wer wartet, bis die Fläche durchgehend grün ist, hat deutlich mehr Aufwand — und die Fläche wird bei Nässe rutschig.

Wie schnell sich Moos und Grünbelag bilden, hängt vom Standort ab:

  • Licht — Nordseiten und Flächen unter Bäumen setzen deutlich schneller an
  • Oberfläche — rauer Beton hält Feuchtigkeit länger als glatter Naturstein
  • Entwässerung — wo Wasser stehen bleibt, wächst zuerst etwas
  • Nutzung — regelmäßig befahrene Flächen bleiben länger frei als selten genutzte Wege
  • Umgebung — Laub, Rasenkanten und Beete tragen Material ein

Bei Wohnanlagen und Gewerbeobjekten kommt ein Punkt hinzu, der über die Optik hinausgeht: Eine bemooste Fläche wird bei Nässe rutschig. Wege, Zufahrten und Eingangsbereiche, die von Mietern, Kunden oder Lieferanten genutzt werden, fallen in den Verantwortungsbereich des Eigentümers.

Die Randbereiche werden dabei häufig vergessen — Rasenkanten, Randsteine und die Fugen an der Hauswand. Von dort wandert der Bewuchs zurück auf die Fläche, und die nächste Reinigung wird früher fällig.

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